Kuriositäten aus der Geschichte der Motorfahrzeuge

Kuriositäten aus der Geschichte der Motorfahrzeuge

Seit seiner Erfindung hat sich das Automobil mehr oder weniger stetig weiterentwickelt. Dabei kam es aber auch zu einigen merkwürdigen Modellen, die sich entweder nicht durchsetzen konnten oder nach einer kurzen Phase der Popularität wieder vom Markt verschwanden. Sie sind heute meist in Vergessenheit geraten, doch oft bei Sammlern sehr beliebt.

BMW Isetta

Die BMW Isetta war ein Zwischending zwischen Auto und Motorrad. Sie kam kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Markt, zu einer Zeit, als sich die meisten Deutschen kein Automobil leisten konnten. Das Dreirad bot zwei Personen Platz, die nebeneinander auf einer Bank saßen, der Einstieg erfolgte durch eine Fronttür. Durch diese Sitzanordnung und ihre außergewöhnliche Form bekam die Isetta den Spitznamen„Knutschkugel“. Andere nannten sie aufgrund der engen Spurweite „Schlagloch-Suchgerät“.

Das eigenwillige Design der Isetta traf den Zeitgeist, wohl auch weil das Fahrzeug relativ erschwinglich war. In der Folge entwickelte BMW ein Modell mit vier Sitzen, welches als BMW 600 auf den Markt kam. Bei ihr erfolgte der Einstieg auf den Fahrer- und Beifahrersitz über die Fronttüre, während die anderen beiden Passagiere über die Seitentüren einstiegen.

Der BMW 600 wurde für nur 2 Jahre produziert und auch die Isetta verschwand 1962, nach sieben Produktionsjahren, wieder vom Markt. Die Kaufkraft in Deutschland war zu diesem Zeitpunkt, bedingt durch das Wirtschaftswunder, soweit angestiegen, dass sich die Deutschen wieder herkömmliche Autos leisten konnten. Heute sind die Isettas nur noch im Museum, aber auch auf T-Shirts aus dem https://kidsbrandstore.de/ zu finden.

General Motors Firebird

Die General Motors Firebird Serie entstand ungefähr zur selben Zeit wie die Isetta, hatte aber eine ganz andere Zielgruppe. Es handelte sich dabei um vier Prototypen, die zwischen 1953 und 1959 vorgestellt wurden. Das Design des Fahrzeugs orientierte sich an den neuesten Entwicklungen aus der Flugzeug-Aerodymanik, weshalb es optisch wenig mit einem herkömmlichen Auto gemein hatte.

Das erste Model der Serie war der Firebird XP-21, der später in Firebird I umbenannt wurde. Sein Design war unverkennbar an ein Kampfflugzeug angelehnt und so saß der Fahrer unter einer Glaskuppel. Angetrieben wurde das Gefährt nicht mit einem herkömmlichen Benzin- oder Dieselmotor, sondern mit einer Gasturbine. Trotzdem wurde für das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h angegeben, wohl weil es sich mehr um ein Versuchskonzept als ein von langer Hand entwickeltes Model handeltet.

Der drei Jahre später vorgestellte Firebird II war ein etwas realitätsnäheres Model, welches vier Passagieren Platz bot. Auch sie saßen unter einer Glaskuppel. Als Antrieb war eine Kerosinturbine eingebaut. Innovativ war das eingebaute Navigationssystem. Es sollte sich an Drähten in der Fahrbahn orientieren und so nicht nur den richtigen Weg finden, sondern auch Unfälle verhindern. Aus heutiger Sicht war dies wohl ein erster Schritt Richtung selbstfahrende Autos.

Firebird III und IV waren nicht weniger innovativ und unrealistisch, brachten aber Erfindungen wie Klimaanlage, ABS oder Fahrbahnkontrolle, die viele Jahrzehnte später Realität und sogar Standard wurden. Auf die Straße schaffte es keines der ausgefallenen Modelle, aber das war bei General Motors wohl auch nie das Ziel.

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